Freitag, 27. Februar 2015

Wintersaison 2015

Trotz der Doppelbelastung mit den Vollzeit Unterricht der Meisterschule und einen weitaus geringeren Training in und während der Wettkampfsaison, konnte ich eine bisher recht ordentliche Wettkampfbilanz hinlegen.
Seit September besuche ich die Meisterschule für Gartenbau in der Nähe von Bozen (IT), die Umgebung und Nähe zu den Bergen waren für mich das Entscheidungskriterium den Meisterbrief in Südtirol zu absolvieren. In der Anfangszeit war es eine enorme Umstellung vom Vollzeitsportler täglich die Schulbank für acht Stunden zu drücken. Das wöchentliche Training bestand daraus, den täglichen Schulweg von insgesamt 30km und 550 Höhenmeter auf dem Rad zurückzulegen, soweit das Wetter mitspielte. An den Wochenenden konnte ich dennoch angenehme Einheiten auf den umliegenden Gletschern in Sulden oder dem Schnalstal absolvieren. In Folge der deutlich geringeren Trainingsvorbereitung, ging ich ohne große Erwartungen in die Wintersaison und entschied einen Weltcupeinsatz spontan und schulabhängig. So begab ich mich in den Weihnachtsferien auf die Generalprobe bei der DM am großen Arber, wo ich mir nach Toni Palzer den zweiten Platz sicherte. Überrascht freute ich mich über den Vizetitel und blickte gespannt auf den ersten WC in Puy Saint Vincent (F) voraus. Aufgrund einiger Prüfungen reiste ich verspätet nach Frankreich an und entschied mich mit etwas Wehmut, nur den Sprint zu laufen. Bis zum Finale verlief alles wie am 'Schnürl'. Ich setzte mich einige Meter vom Hauptfeld ab, jedoch erfuhr ich in den Spitzkehren Traktionsprobleme an meinen Fellen wodurch ich zu Sturz kam. Nach diesem Malheur kämpfte ich mich wieder bis an die Spitze worauf ich weitere technische Probleme erlebte...an diesem Tag ist einfach nicht gelaufen,
holte mir aber noch die Bronzemedaille neben den Sieger Antonoli und Palzer. 
Den folgenden Weltcup in Andorra musste ich aufgrund der Schule auslassen, dafür stand schon bald die WM in Verbier auf dem Programm. 
Als Titelverteidiger ging ich mit gemischten Gefühlen an den Start, besonders da die Strecke deutlich länger als üblich angelegt wurde. Zu Beginn holte ich mir völlig überraschend die Bestzeit von 4:13 min, im weiteren Verlauf entschied ich auch das Viertel und Halbfinale für mich. Optimistisch gestimmt und mit einer ordentlichen Portion Adrenalin in den Beinen, stand ich nun am Start der Besten 6. Nach dem Startschuss erkämpfte ich mir gleich die Führung und zog mit einer intensiven Frequenz den Ziehweg zu den Spitzkehren hoch, absolvierte diese fehlerfrei und erreichte den Beginn der Tragepassage. Mir gelang ein sehr guter Wechsel und ich führte bis zur Hälfte, an der mich Antonoli in einem enormen Tempo überholte. Ich bleibe an ihm dran, legte erneut einen perfekten Wechsel hin, an dem ich den Italiener überholen kann. In den letzten drei Spitzkehren verschärfte ich nochmal das Tempo, erreichte die oberste Wechselzone und begann mit den Wechseltätigkeiten. Als auch Robert in die Wechselzone stürmte, kam er im Eifer des Gefechts an meinen Skistock, der ca 3m vor mir zum Stillstand kam. Bis dahin konnte ich nur mit einem Stock anschieben, ehe mich bei der Ausfahrt der Italiener überholte. In der Abfahrt galt es nochmal 'volles Risiko', ich kam noch etwas näher ran, jedoch trennten und schlussendlich eine Dreiviertelsekunde. 
Gewiss war es keine Absicht von meinen Kontrahenten, und ich bin überglücklich unter den diesjährigen Voraussetzungen den Vizeweltmeistertitel zu holen, aber bissl ärgern tuts mich schon- die knappe Sekunde.
In den weiteren Wettkämpfen, bemerkte ich, dass das Trainingsdefezit auf den längeren Disziplinen  (19. Vertical), (27. Individual) deutlich zur Geltung kam. Dennoch war es eine erfolgreiche Woche, besonders auch für die beiden Tonis mit Platz 2 und 7 im Verticalrace.
Die komplette Veranstaltung war bestens organisiert und machte diese WM zu einen absoluten Vorzeigeevent.


Ein guter Zusammenschnitt des Sprintbewerbs aus der ARD:



Freitag, 21. Februar 2014

EM Andorra

Voller Motivation starteten wir von München nach Toulouse, dort angekommen musste ich feststellen dass mein Koffer scheinbar verschollen war. Vor Ort konnte mir keiner sagen ob, wie und wann mein Gepäck kommen soll. So gings mit dem Auto ca 3 Stunden weiter durch Andorra la Vella nach Ordino zu unseren Hotel. Den halben Donnerstag verbrachte ich um telefonisch einen Ansprechpartner zu erreichen- ohne Erfolg. Nun gut, ich schrieb mir mal eine Liste was ich denn alles zu besorgen hab...
Aus der Mixtur geliehener und gekaufter Waren versuchte ich das Beste, fürs Verticalrace am Freitag, zu machen. Ich hätte mir schon mehr als einen 21. Platz erwartet, aber unter den Umständen hab ich das Beste draus gemacht. Toni verpasste um knapp 20 sec. die Bronzemedaille.
Nach dem Verticalrace folgte ein Ruhetag, stündlich aktualisierte ich meinen Gepäckstatus - der aber immer wieder: "Gepäck wurde noch nicht lokalisiert, versuchen Sie es zu einen späteren Zeitpunkt" hieß. Zum verzweifeln. Naja, ich besorgte mir die abgehenden Materialien und hoffte noch immer in der Früh meine eigenen Schuhe, Felle etc laufen zu können.
Trotz der "neuen" Ausstattung, war ich doch motiviert das Rennen zu laufen. Es ging dann auch überraschend gut, konnte im Aufstieg gut mithalten, in den Abfahrten wieder Zeit gutmachen. So ging sich nach den gut 2000 Höhenmetern in einer Zeit von 2:02 knapp 7 min hinter den Sieger Bon Mardion (F) doch der 14 Platz aus. Toni wieder erneut saustark 4er.
Zum Gepäck..es kam dann 3 Tage später per Kurier zu Hause an....








Montag, 17. Februar 2014

WC La Pitturina

Aufgrund der ergiebigen Niederschläge in den Südöstlichen Dolomiten bis hin nach Osttirol wurde das Rennwochenende um eine Woche, auf den 7/8Februar verschoben. Von den Schnee der dort gefallen ist würde für uns schon ein Drittel die Meisten zufriedenstellen....
Am Freitag stand der erste Sprint für dieses Jahr an und das noch dazu an meinen Geburtstag, eigentlich zu viele gute Omen. Der Kurs mit knapp 4min eigentlich fast schon zu lang, dafür aber mit ner recht tückischen Abfahrt. Ich war extrem angespannt bis der erste Qualilauf startete. Alle Wechsel gelangen recht ordentlich und am Scheitelpunkt zur Abfahrt laufe ich auf den starken Antonoli (It) auf. Mit nen guten Gefühl gehe ich in die Abfahrt über, wenig später erfahre ich dass ich die Bestzeit habe. So konnte ich das Viertel und Halbfinale auch für mich entscheiden. Im Finale angekommen freute ich mich endlich gegen Teamkollegen Toni Palzer mal zu sprinten. Vom Start führte ich das Feld wieder an, in den Spitzkehren kam das Feld wieder enger zusammen. Ehe es in der Tragepassage wieder etwas zerrissen wird. Mit ein paar Sekunden Vorsprung gelange ich in die Wechselzone, führte die zerpflügte Abfahrt an und gewann mit ca 7 Sekunden vor Toni und William Bon Mardion (F)
Ich glaub Toni und ich freuten uns beide gleichermaßen, sowas hats noch nie gegeben dass 2 Deutsche auf Platz 1 und 2 bei nen Weltcup landeten.
Im Individual liefs dafür nicht so rar, mit Rückenschmerzen kämpfte ich mich durch das extrem flache Rennen und konnte dies als 24 beenden, Toni erneut stark 6er auf der Langdistanz.













Sonntag, 2. Februar 2014

WC Verbier + Courchevel

Die ersten beiden Weltcupstationen fanden zum Glück in den Westalpen statt, zwar nicht grad der nächste Weg - dafür hats wenigstens ausreichend Schnee. Ein abwechslungsreicher Kurs versprach ein interessantes Rennen. Vom Start weg reihte ich mich an ca 20er Stelle ein und kam im Verlauf des Wettkampfes immer weiter nach vorn sodass ich als 16er finishte. Für mich wars ein ordentlicher Einstieg in die Saison, bei den man sieht wie die Spitze immer näher zusammenrückt. Im Verticalrace, dass durch Verbier (CH) verlief gings auch hart her. Anfangs relativ flach durch den Ort und zum Ende hin immer steiler werdend sprang noch ein 19 Platz für mich heraus. Toni schaffte es auf einen extrem starken 8en Platz.
Von Verbier fuhren wir nach paar ruhigeren Tagen weiter nach Courchevel (F) wo am folgenden Wochenende der zweite WC-Stop stattfand. Diesmal war die Strecke sehr Zuschauerfreundlich, alles nah beieinander, steile Colouirs im Aufstieg sowie in der Abfahrt. Das alles bei stahlblauen Himmel und 30cm Neuschnee. In den Aufstiegen konnte ich nicht viel Zeit gutmachen, dafür gings in der Abfahrt und in den technischen Passagen umso besser. So sprang eine meiner besten Platzierungen, der 13 Platz für mich heraus. Am Sonntag folgte wieder ein Vertical über die Piste ins Zentrum von Courchevel 1850. Toni verpasste um knapp 16 sec das Podium und wird Vierter, ich konnte den 17 Platz einfahren. Innerhalb 1 Minute wurden dort 17 Plätze ausgemacht, das spricht für eine extreme Dichte....











Dienstag, 16. Juli 2013

Piz Palü 'Bumiller Pfeiler'

Eigentlich wollt ich ja noch eine Abschlussskitour machen, aber nachdem der Sommer nun schon weit fortgeschritten ist entschieden wir uns für eine kombinierte Tour im Fels und Eis, den Mittelpfeiler am Piz Palü. Stefan muss mich schon etwas motivieren, zugegeben fällts mir gar nicht leicht mal auf die Ski zu verzichten, aber was hilfts.
Am Berninapass angekommen geht's zur Diavolezzahütte wo wir nach einen ordentlichen Abendessen und einem 'Chübel' langsam ins Lager verschwinden. Um 2:45 noch ein kleines Birchermüsli und ab geht's. Wir finden recht ordentliche Verhältnisse vor, guter Trittfirn, softes Eis und trockener Fels, demnach kommen wir gut zurecht und hatten mal wieder einen traumhaften Tag im Gebirge,
auch ohne Ski ;-)










Freitag, 14. Juni 2013

Spring Skiing

Nach einer langen Wettkampfsaison folgt das ersehnte Frühjahr, naja eigentlich gabs in den letzten vier Wochen nicht wirklich viele schöne beständige Tage. Aber für ein paar schöne Touren hats schon gereicht, meist gings da ins Ziller- und Pitztal sowie ins Kaisergebirge da die Anreise nicht gar so viel Zeit in Anspruch nimmt...