Dienstag, 16. Juli 2013

Piz Palü 'Bumiller Pfeiler'

Eigentlich wollt ich ja noch eine Abschlussskitour machen, aber nachdem der Sommer nun schon weit fortgeschritten ist entschieden wir uns für eine kombinierte Tour im Fels und Eis, den Mittelpfeiler am Piz Palü. Stefan muss mich schon etwas motivieren, zugegeben fällts mir gar nicht leicht mal auf die Ski zu verzichten, aber was hilfts.
Am Berninapass angekommen geht's zur Diavolezzahütte wo wir nach einen ordentlichen Abendessen und einem 'Chübel' langsam ins Lager verschwinden. Um 2:45 noch ein kleines Birchermüsli und ab geht's. Wir finden recht ordentliche Verhältnisse vor, guter Trittfirn, softes Eis und trockener Fels, demnach kommen wir gut zurecht und hatten mal wieder einen traumhaften Tag im Gebirge,
auch ohne Ski ;-)










Freitag, 14. Juni 2013

Spring Skiing

Nach einer langen Wettkampfsaison folgt das ersehnte Frühjahr, naja eigentlich gabs in den letzten vier Wochen nicht wirklich viele schöne beständige Tage. Aber für ein paar schöne Touren hats schon gereicht, meist gings da ins Ziller- und Pitztal sowie ins Kaisergebirge da die Anreise nicht gar so viel Zeit in Anspruch nimmt...















Dienstag, 23. April 2013

Worldcup Final Tromsö

Gute vier Wochen liegt der letzte Weltcup zurück, zu Hause hält der Frühling seinen Einzug für unser Team, bestehend aus (Nobel-) Betreuer Toni, Bernhard und mir geht's in den hohen Norden nach Tromsö (NOR). Von München via Oslo finden wir uns am Donnerstagnachmittag im hochwinterlichen Tromsö ein. Am Freitag geh ich vom Skigebiet 'Kroken' noch paar Meter und genieße die atemberaubende Landschaft...ehe am Abend die Anspannung vor dem anstehenden Sprint deutlich zunimmt. Samstag um 12 Uhr startet die Quali, wie im letzten Jahr vom Hafen durch die Fußgängerzone hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Ich kann mich mit der sehr flachen Strecke gut anfreunden und hol mir die Bestzeit im ersten Lauf. Im Viertel und Halbfinale erwische ich je eine gute Gruppe und kann die Läufe für mich entscheiden. Im Finale geht's vom Start in enormen Tempo weg, wenig später erreichen wir fast gleichzeitig die erste Wechselzone, Skier auf den Rucksack, weiter im Volldampf die Tragepassage hoch, Skier anschnallen noch ca 40 Laufmeter in die finale Wechselzone. Schuh und Bindung verriegelt, meine Felle bekomme ich nicht aufs erste mal ab, ein zweiter kräftiger Zug und auf in die Abfahrt, knapp hinter mir kommt schon Andreas Steindl (CH). Ein kurzer Skatingpart bringt uns zur Hauptabfahrt. Über einige Hindernisse geht's schneidig Richtung Hafen, erreiche das Ziel als erster keine 3 Sekunden hinter mir schon Steindl gefolgt von Gachet (F). Der bis dahin führende im Sprintweltcup Marcel Martin (CH) hat im Finale etwas Pech und verliert mit seinen 5en Rang die Führung welche ich übernehme. Mich freuts sakrisch dass ich mir auch den Sieg im Sprintweltcup hole.
Am Sonntag das Individualrace, mit dem Bus geht's von Tromsö ca ne Stunde Richtung Lyngen. Mit etwas schweren Beinen mach ich mich warm und wenig später fällt der Startschuss. Der erste Anstieg mit ca 550 Hm verläuft recht anständig, die Abfahrt rasant über tückischen Bruharsch.
Im folgenden Aufstieg muss ich etwas abreisen lassen nach einer Tragepassage folgt die Abfahrt, in der die Schussfahrt mit einen Sturz schnell beendet ist. Material hält und ist komplett, weiter geht's. Ein letztes mal Felle aufziehen und die letzten Meter werden gepackt. Auch in der letzten Abfahrt noch ein Überschlag aber kurz drauf erreiche ich das Ziel und ich bin froh dass die Rennsaison zum Ende kommt. Ein 21 Platz 5er U23 - zwar kein Wunschergebnis aber letztlich reichts für den 10en Platz im Gesamtweltcup (3er U23) und den Titel im Sprint.
Nach den Wettkämpfen waren Bernhard, Stephan und ich noch in den Lyngsnalpene unterwegs wo wir noch einige schöne Tage erlebten.
Ich blicke auf eine erfolgreiche Saison zurück die mit allerlei Emotionen geprägt wurde. Jetzt freu ich mich auf die folgenden Frühsommermonate in denen ich noch einige Skitouren machen werde, bei denen es nicht gar so pressiert wie im Wettkampfgeschehen.
Nun folgen noch einige Impressionen aus Norwegen...
Photos: © Stephan Mantler / Seppi Rottmoser


















 








Dienstag, 12. März 2013

WC Andorra

Fürn vorletzten WC geht die Reise in schneidiger bayrischer Manier nach Andorra. Am Donnerstagmorgen hab ich noch einen Mannschaftswettkampf der Bundeswehr zu laufen wo wir leider um knapp 30 sec die Bronzemedaille verpassen. Nach dem Zieleinlauf geht's schnellen Reifens Richtung München, ein Stau kostet mir noch einige Zeit ehe mir der Rest der Mannschaft am Flughafen bei der Parkplatzsuche noch etliche Nerven raubt...kurzum 5 min später und wir hätten den Flieger verpasst. Im Flugzeug ist dann alles wieder gut!  In Toulouse gelandet kommen wir über Umwege ca 4h später in Andorra la Vella an. Hundemüde falle ich ins Bett. Am Freitag schauen wir uns die Strecke fürs Verticalrace an, später gibt uns Bernhard die restlichen Infos für das Rennen.
Beim Aufwärmen hab ich eher noch schwere Beine, die 16kg Gewicht fürn Millitärwettkampf machen sich doch etwas bemerkbar;-) Nunja ich hol mir auf die 550Höhenmeter den 5en Platz in der U23, werde in 24:22min 16er bei den Herren. Während des Rennens eine Quälerei, die Sonneneinstrahlung so enorm dass der dünne Rennanzug allein schon zu warm ist und dass auf einer Höhe von 2500m..
Am Sonntag geht's mir besser und bin voll motiviert auf das Singlerace. Aufgrund der warmen Temperaturen wurde die Strecke etwas abgeändert, wir haben 2mal 2 Anstiege auf ca 1700Höhenmeter zu bewältigen, ein interessanter Kurs auch für die Zuschauer da wir 2 Runden laufen und jeweils wieder ins Start/Zielgelände einlaufen.
Mit einer recht langen 'Langlaufschleife' startet das Rennen im Doppelstock, ca 5 min später erreichen wir die ersten Spitzkehren und schon bald ist der erste Scheitelpunkt erreicht, Felle abziehen, Abfahrt. Der Schnee firnt schon leicht und nach einigen Schwüngen wird wieder aufgefellt. Der nächste Anstieg wird schnell von einer Tragepassage aufgelockert. Die Oberschenkel glühen.. wenig später werden die Skier wieder angeschnallt und weiter geht's über Spitzkehren zur nächsten Tragepassage, Felle ab, Abfahrt. Der erste Teil ein Genuss im Firn, danach abrupter Schneewechsel in Pickelhart gefrorenen Schnee - eine Zitterpartie mit dem Rennmaterial. Vor einigen Zuschauern folgt der Fellwechsel und gehe an ca 14 Position in die zweite Runde, im ersten Aufstieg kann ich noch einen Spanier überholen, kurz vor der letzten Abfahrt noch einen Schweizer. Ich komme als 12er bei den Herren, 3er U23 ins Ziel und freu mich sauber drüber! Saustark auch Toni Palzer der aufgrund der Streckenänderung den selben Kurs bewältigte und die 7e Zeit bei den Herren gelaufen ist.
Am Abend wurde dann noch auf Tonis 20en angestoßen, ehe am Montag die Rückreise angetreten wurde.
Bis zum Weltcupfinale in Tromsö (NOR) ist nun einige Zeit Wettkampffrei und ich freu mich schon auf die ersten größeren Frühjahrsskitouren. Hoffma dass Frau Holle noch gescheit ablädt ;-)

Fotos: © Stephan Mantler