Donnerstag, 21. Februar 2013

Bergauf - Bergab

Vor paar Wochen war ich mit den Jungs vom Bayrischen Rundfunk am großen Traithen im Sudelfeldgebiet unterwegs...wir hatten gute Verhältnisse und jede Menge Spaß!
Hier der Link zur Sendung...

http://mediathek-video.br.de/B7Mediathek.html?bc=_190346806&bccode=bfs





Mittwoch, 20. Februar 2013

World Champs Single/Vertical/Relay

Auf den Sprintsieg am Montag folgt ein Ruhetag an dem ich mir einen Teil vom Aufstieg und die letzte Abfahrt vom Singlerace genauer ansehe. Am Nachmittag gibt's noch ne angenehme Massage, die Skier werden gewachst und nach dem Nachtmahl geht's wieder ins Bett. Die Tage vergehen wie im Flug.
Am Mittwoch startet gegen 9 Uhr das Rennen, anfangs folgen wir der Piste dann geht's über Spitzkehren in einen lichten Wald. Über eine kurze Tragepassage erreiche ich schnell das freie Gelände. Nach ca 800Hm folgt eine kurze Abfahrt und gehe an ca 17er Position in den zweiten Anstieg und bald folgt eine weitere Tragepassage. Die Oberschenkel brennen.. kurz drauf geht's mit den Skiern weiter, nochmal eine kurze Portage, Wechsel und 15 Sekunden später geht's den Berg hinab. Einfach zurücklehnen und Schuss Richtung Tal, wenns zu schnell wird fährt man aus den Spuren in den Pulverschnee, wenig später ein letzter Anstieg über 200Hm. Zwei Kehren über mir sehe ich zwei Athleten, komme immer näher ran und nach dem letzten Wechsel kann ich den Italiener und Spanier in der Abfahrt 'schnupfen'. Halbzeit der letzten Abfahrt... ich komme vom Gelände auf die Skipiste und übersehe eine Kompression- Materialbruch ist die Folge. Ich bringe die letzten 300Hm noch hinter mich werde aber schnell wieder von meinen Kontrahenten überholt. Schließlich werde ich 17er Gesamt, 4er in der U23 und brauche für die 1800Hm 1:30h, ca 9min hinter Sieger William Bon Mardion (F).
Nach dem Zieleinlauf gewohntes Programm..Essen-Schlafen-Massiern-Essen Schlafen...
Donnerstag: Verticalrace 610Hm, eine flache Strecke mit kurzen steilen Aufschwüngen, auf den ersten Drittel der Strecke laufe ich unter den ersten 15en und komme gut mit der Strecke zurecht. In den steilen Passagen verliere ich wieder ein paar Positionen, Richtung Ziel geht's dann nochmal hart zu, Andreas Steindl (CH) überholt mich kurz vor mir noch ein Franzose. Steindl fängt zu sprinten an, Perrier (F) folgt. Ich versuche es auch, sprinte nochmal alles was geht und kann die beiden überholen, falle als 15er (4er U23) ins Ziel. Sieger wird Kilian Jornet (ESP) in 25:33min, 1:50min dahinter komme ich.

Am Freitag folgt noch die Staffel, unser Betreuer Bernhard Bliemsrieder hilft uns diesmal aus da uns ein Mann abgeht. Ich bin Startläufer und kämpfe gegen 12 andere Nationen, der erste Anstieg 70Hm rauf-Abfahrt-Fellwechsel-Aufstieg 90Hm mit Tragepassage-Abfahrt und Übergabe. Die Distanz ist extrem, härter als beim Sprint! Als erster übergebe ich an Bernhard, er verliert einige Positionen schlägt sich aber für den Spontaneinsatz gut durch, Toni Palzer kann wiederum paar Plätze gutmachen und übergibt an Cornelius Unger. Schließlich finishen wir an 5er Position und sind damit voll zufrieden.

Wir freuen uns über die gelungene Woche, gratuliert sei natürlich Toni mit einer Silbernen und zwei Goldmedaillen im Jugendbereich, Corni mit nen super 7en Platz für seinen ersten WM Einsatz und danken Bernhard und Engei für die gute Massage/Betreuung. Unseren Wirt vom Hotel 'Le Glacier Blanc' danke wir für die herzliche Unterkunft

Am Abend folgt natürlich noch die Abschlussfeier wo natürlich auf die erfolgreiche Woche ordentlich angestoßen wurde. Schweren Herzens treten wir dann am Samstag bei besten Wetter die Heimreise aus den französischen Pelvoux

Daheim angekommen wurde ich von meinen Eltern, Bekannten und Freunden zünftig empfangen was mich riesig gefreut hat.

Fotos: Rottmoser/Werbegams/Lugger













Dienstag, 12. Februar 2013

World Champs Sprint




Nach einigen Tagen haben wir uns gut in unserer netten Unterkunft in Pelvoux nahe Briancon (F) eingelebt. Unser Wirt ist passionierter Freerider und freut sich dass wir wieder bei ihm untergebracht sind. Sein Koch verwöhnt uns jeden Tag aufs neue mit ner richtig guten französischen Küche. 

Am Sonntag mach ich mir noch ein Bild  von der aktuellen Sprintstrecke. Sie ist ähnlich wie im vergangenen Jahr, jedoch etwas kürzer dafür kommt sie mir steiler als erwartet vor. 
Über die Nacht gibt's ca 30cm Neuschnee, was die Veranstalter nochmal in Atem hält. Am Morgen wird mit schweren Gerät nochmals alles präpariert und gegen 10.00 startet pünktlich der Qualifikationslauf. Gegen halbelf geht's bei mir los. Im dichten Schneetreiben bringe ich die ersten flachen Meter hinter mich ehe einige Spitzkehren folgen. Der erste Wechsel in die Tragepassage gelingt gut, beim Anschnallen der Skier verschenke ich 1oder 2 Sekunden, doch im finalen Wechsel überhole ich dann einen Spanier und starte in die Abfahrt, die keine großen Probleme bereitet. Im Ziel fühl ich mich gut und erfahre wenig später dass ich die Bestzeit gelaufen bin, kein entscheidender Grund zur Freude es folgen noch einige Runden. Im Viertelfinale kann ich mich in einer starken Gruppe durchsetzen und erreiche als erster das Ziel. Ähnlich geht's im Halbfinale welches ich erneut gewinne. 

Im Finale geh ich entspannt mit der Favoritenrolle um, ich weiß wie schnell ein Fehler passieren kann und jeder hier hat das Zeug zum Tagessieg. An der Startlinie stehen die stärksten Sprinter wie Marcel Marti, Yannick Eccoeur, Robert Antonoli, Andreas Steindl, Gardet Cyrille und ich. Nach dem Start ein harter Kampf, Robert und ich führen das Feld an, als es in die Spitzkehren geht übernehme ich die Führung. Im ersten Wechsel gelingt alles, schnell in die Stöcke rein und mit Volldampf die Portage hoch, Skier anschnallen noch paar Meter hoch. In der Wechselzone nochmal einen klaren Kopf behalten. Schuh verriegeln, Bindung fixieren, Felle abziehen und los geht's in die Abfahrt. Die letzten Meter skate ich ins Ziel und freue mich riesig über den Titel.

Zimmerkollege Toni Palzer verpasst knapp die Goldmedaille kann aber Bestens mit der Silbernen leben.  Corni hat in der Quali etwas Pech, seine Bindung hat sich in der Tragepassage verdreht. Er verliert so im finalen Wechsel wertvolle Sekunden und verpasst wegen nur 3 Sekunden das Finale. 
Am Abend stoßen wir noch auf den erfolgreichen Tag an, aber nur a bissl - denn es folgen noch paar Wettkämpfe!