Dienstag, 12. Februar 2013

World Champs Sprint




Nach einigen Tagen haben wir uns gut in unserer netten Unterkunft in Pelvoux nahe Briancon (F) eingelebt. Unser Wirt ist passionierter Freerider und freut sich dass wir wieder bei ihm untergebracht sind. Sein Koch verwöhnt uns jeden Tag aufs neue mit ner richtig guten französischen Küche. 

Am Sonntag mach ich mir noch ein Bild  von der aktuellen Sprintstrecke. Sie ist ähnlich wie im vergangenen Jahr, jedoch etwas kürzer dafür kommt sie mir steiler als erwartet vor. 
Über die Nacht gibt's ca 30cm Neuschnee, was die Veranstalter nochmal in Atem hält. Am Morgen wird mit schweren Gerät nochmals alles präpariert und gegen 10.00 startet pünktlich der Qualifikationslauf. Gegen halbelf geht's bei mir los. Im dichten Schneetreiben bringe ich die ersten flachen Meter hinter mich ehe einige Spitzkehren folgen. Der erste Wechsel in die Tragepassage gelingt gut, beim Anschnallen der Skier verschenke ich 1oder 2 Sekunden, doch im finalen Wechsel überhole ich dann einen Spanier und starte in die Abfahrt, die keine großen Probleme bereitet. Im Ziel fühl ich mich gut und erfahre wenig später dass ich die Bestzeit gelaufen bin, kein entscheidender Grund zur Freude es folgen noch einige Runden. Im Viertelfinale kann ich mich in einer starken Gruppe durchsetzen und erreiche als erster das Ziel. Ähnlich geht's im Halbfinale welches ich erneut gewinne. 

Im Finale geh ich entspannt mit der Favoritenrolle um, ich weiß wie schnell ein Fehler passieren kann und jeder hier hat das Zeug zum Tagessieg. An der Startlinie stehen die stärksten Sprinter wie Marcel Marti, Yannick Eccoeur, Robert Antonoli, Andreas Steindl, Gardet Cyrille und ich. Nach dem Start ein harter Kampf, Robert und ich führen das Feld an, als es in die Spitzkehren geht übernehme ich die Führung. Im ersten Wechsel gelingt alles, schnell in die Stöcke rein und mit Volldampf die Portage hoch, Skier anschnallen noch paar Meter hoch. In der Wechselzone nochmal einen klaren Kopf behalten. Schuh verriegeln, Bindung fixieren, Felle abziehen und los geht's in die Abfahrt. Die letzten Meter skate ich ins Ziel und freue mich riesig über den Titel.

Zimmerkollege Toni Palzer verpasst knapp die Goldmedaille kann aber Bestens mit der Silbernen leben.  Corni hat in der Quali etwas Pech, seine Bindung hat sich in der Tragepassage verdreht. Er verliert so im finalen Wechsel wertvolle Sekunden und verpasst wegen nur 3 Sekunden das Finale. 
Am Abend stoßen wir noch auf den erfolgreichen Tag an, aber nur a bissl - denn es folgen noch paar Wettkämpfe!