Dienstag, 12. März 2013

WC Andorra

Fürn vorletzten WC geht die Reise in schneidiger bayrischer Manier nach Andorra. Am Donnerstagmorgen hab ich noch einen Mannschaftswettkampf der Bundeswehr zu laufen wo wir leider um knapp 30 sec die Bronzemedaille verpassen. Nach dem Zieleinlauf geht's schnellen Reifens Richtung München, ein Stau kostet mir noch einige Zeit ehe mir der Rest der Mannschaft am Flughafen bei der Parkplatzsuche noch etliche Nerven raubt...kurzum 5 min später und wir hätten den Flieger verpasst. Im Flugzeug ist dann alles wieder gut!  In Toulouse gelandet kommen wir über Umwege ca 4h später in Andorra la Vella an. Hundemüde falle ich ins Bett. Am Freitag schauen wir uns die Strecke fürs Verticalrace an, später gibt uns Bernhard die restlichen Infos für das Rennen.
Beim Aufwärmen hab ich eher noch schwere Beine, die 16kg Gewicht fürn Millitärwettkampf machen sich doch etwas bemerkbar;-) Nunja ich hol mir auf die 550Höhenmeter den 5en Platz in der U23, werde in 24:22min 16er bei den Herren. Während des Rennens eine Quälerei, die Sonneneinstrahlung so enorm dass der dünne Rennanzug allein schon zu warm ist und dass auf einer Höhe von 2500m..
Am Sonntag geht's mir besser und bin voll motiviert auf das Singlerace. Aufgrund der warmen Temperaturen wurde die Strecke etwas abgeändert, wir haben 2mal 2 Anstiege auf ca 1700Höhenmeter zu bewältigen, ein interessanter Kurs auch für die Zuschauer da wir 2 Runden laufen und jeweils wieder ins Start/Zielgelände einlaufen.
Mit einer recht langen 'Langlaufschleife' startet das Rennen im Doppelstock, ca 5 min später erreichen wir die ersten Spitzkehren und schon bald ist der erste Scheitelpunkt erreicht, Felle abziehen, Abfahrt. Der Schnee firnt schon leicht und nach einigen Schwüngen wird wieder aufgefellt. Der nächste Anstieg wird schnell von einer Tragepassage aufgelockert. Die Oberschenkel glühen.. wenig später werden die Skier wieder angeschnallt und weiter geht's über Spitzkehren zur nächsten Tragepassage, Felle ab, Abfahrt. Der erste Teil ein Genuss im Firn, danach abrupter Schneewechsel in Pickelhart gefrorenen Schnee - eine Zitterpartie mit dem Rennmaterial. Vor einigen Zuschauern folgt der Fellwechsel und gehe an ca 14 Position in die zweite Runde, im ersten Aufstieg kann ich noch einen Spanier überholen, kurz vor der letzten Abfahrt noch einen Schweizer. Ich komme als 12er bei den Herren, 3er U23 ins Ziel und freu mich sauber drüber! Saustark auch Toni Palzer der aufgrund der Streckenänderung den selben Kurs bewältigte und die 7e Zeit bei den Herren gelaufen ist.
Am Abend wurde dann noch auf Tonis 20en angestoßen, ehe am Montag die Rückreise angetreten wurde.
Bis zum Weltcupfinale in Tromsö (NOR) ist nun einige Zeit Wettkampffrei und ich freu mich schon auf die ersten größeren Frühjahrsskitouren. Hoffma dass Frau Holle noch gescheit ablädt ;-)

Fotos: © Stephan Mantler











Dienstag, 5. März 2013

WC Clusone


Am Donnerstag geht's bei besten Wetter übern Brenner, Verona nach Brescia. Weiter vorbei am Lago dIseo kommen bei 15°C Frühlingsgefühle auf.. in Clusone angekommen beziehen wir unser Hotel und machen noch paar Meter auf den Skiern. Zum Abend kommt der Rest unserer Truppe an und gemeinsam lassen wir uns das Abendmahl schmecken. 
Freitagmorgen teilen wir uns auf, ein Teil der Mannschaft schaut sich die Singlestrecke an. Ich durchlaufe die Sprintstrecke einige Male. Ein harter Kurs, vom Start weg eine gemeine Steilheit, wie gewohnt paar Spitzkehren nun folgt die Tragepassage, Ski erneut anschnallen ca 25 m - Felle abziehen, Abfahrt. Ein interessanter Abfahrtslauf mit zwei kleinen Schanzen und einen Skatingpart am Ende der Strecke. 
Am Abend findet in Clusone die Eröffnungszeremonie, mit Blasmusik, Startnummernausgabe und Abendessen statt.
Samstag 9:19:30 Uhr, meine Startzeit für die Quali im Sprint. Ich bringe den ersten Lauf gut über die Bühne, lediglich im ersten Wechsel lasse ich 2-3 sec liegen und hab dennoch die 3schnellste Zeit hinter Andreas Steindl und Marcel Marti. 
Wenig später folgt das Viertel-, danach das Halbfinale welche ich beide dominiere. Im Finale verpasse ich den Startschuss und komm etwas verzögert weg, bis zu den Spitzkehren hol ich mir wieder die Führung. In der Tragepassage kommen Marcel und Robert wieder extrem nah, im Wechsel kann ich wieder Zeit gutmachen, gehe als erster in die Abfahrt über und hol mir den Sieg. 
Nach dem Mittagessen folgt noch ne Dopingkontrolle, dann ist Ruhe angesagt…
Sonntag - Singlerace.
Mit müden Beinen gehts an den Start des Singelrace. knapp 2000Hm stehen auf dem Programm, gefühlte 30°C in den südseitigen Anstiegen. Vom Start komm ich bestens weg, der erste Anstieg ziemlich flach, danach eine kurze eisige Abfahrt. Felle aufziehen, in Spitzkehren folgt der zweite Anstieg der mit der Höhe immer heißer wird, zum Glück verläuft die Tragepassage im Schatten. Die nächste Abfahrt kann man schon fast genießen, in weiten Radien geht's schneidig in besten Firn hinab. Nächster Anstieg, erneut viele Spitzkehren in einen kleinen Kar, ich komm mir vor wie im 'Bratröhrl' es folgt wieder eine Tragepassage danach eine nordseitige pulvrige Abfahrt. Im vorletzten Anstieg geht's nochmal heiß zu, kurz vor mir Marcel Marti, hinter mir Antonioli und Gachet. Ich mobilisier nochmals alle Kräfte, kann kurz vorm Wechsel Marcel überholen und gehe als erster der Gruppe in die Abfahrt. Ich komme im Ziel als 12 er bei den Herren, 3er U23 an und freu mich über mein bestes Ergebnis im Single Race!
Das ganze Wochenende hatten wir nicht nur einige Erfolge mit Toni, Corni und mir eingefahren sondern auch jede Menge Spaß…

Fotos: Rottmoser / Werbegams / Lugger